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Apfel und Birne: Neues aus der Forschung
Allergikerfreundliche Äpfel
Eine aktuelle Befragung von 1.000 Personen in Deutschland ergab, dass fast 15 % der Befragten auf den Verzehr von Äpfeln mit allergischen Symptomen reagieren. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule Osnabrück, der Technischen Universität München (TUM) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin ist es in Zusammenarbeit mit der Züchtungsinitiative Niederelbe (ZIN) gelungen, zwei allergikerfreundliche Apfelsorten zu entwickeln. Hierfür hat die Europäische Stiftung für Allergieforschung zum ersten Mal das ECARF-Siegel für Apfelsorten vergeben. Mit dem Siegel werden allergikerfreundliche Produkte und Dienstleistungen ausgezeichnet.
Die neuen Apfelsorten, die aktuell noch ZIN 168 und ZIN 186 heißen, weisen eine rote Frucht-oberfläche auf. Die Äpfel der ZIN-Sorte 168 sind mittelgroß bis groß mit einem festen und knackigen Fruchtfleisch. Sie sind süß, saftig und geschmackvoll und weisen eine mittelrote Färbung auf. Die Früchte der ZIN 186 sind überwiegend groß, fest, knackig und saftig mit einem leichten Überwiegen der süßlichen Note. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlicher sind optimistisch, dass die beiden allergikerfreundlichen Äpfel im Jahr 2025 in den Regalen der Supermärkte ausliegen werden.
Gefördert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit rund 385.000 Euro im Programm zur Innovationsförderung in der Deutschen Innovationspartnerschaft Agrar (DIP).
- Weitere Informationen: Nachrichten der Universität Osnabrück vom 31.03.2022 (Link zur Webseite)
Projektstart: Forschungsallianz will Birne gegen den gefährlichen Feuerbrand wappnen
In Deutschland kann der Bedarf an Birnen zurzeit nicht aus heimischer Produktion gedeckt werden. Die auf dem Markt dominierenden Sorten haben einen Haken: Sie sind hoch anfällig für die Krankheit Feuerbrand. Das Forschungsteam FeuResBir will mit dem neuen Projekt Vorarbeit leisten, damit die Züchtung widerstandsfähiger Birnensorten neue Impulse erhält.
Feuerbrand ist die bedeutendste Krankheit im Birnenbau, der bakterielle Erreger gilt in der EU als sogenannter regulierter Nichtquarantäneschadorganismus (RNQP). Derzeit sind die regelmäßigen Kontrollen von Birnenanlagen und benachbarten Wirtspflanzen, sowie das Entfernen oder den radikalen Rückschnitt befallener Bäume die einzige Möglichkeit, den Erreger in Schach zu halten. „Da die Krankheit nicht oder nur sehr unzureichend mit Pflanzenschutzmitteln bekämpft werden kann, setzen die Anbauer große Hoffnung auf neue Sorten“, berichtet Dr. Andreas Peil, der als Züchter am Julius Kühn-Institut (JKI) in Dresden-Pillnitz arbeitet.
- Weitere Informationen: Mitteilung des Julius-Kühn-Instituts vom 07.03.2022 (Link zur Webseite)
Quellen:
Universität Osnabrück (2022): https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2022/03/hs-osnabrueck-tu-muenchen-und-charite-entwickeln-die-europaweit-ersten-offiziellen-allergikerfreundlichen-apfelsorten/
Obst & Garten (2022): https://www.obst-und-garten.de/Allergikerfreundliche-Apfelsorten,QUlEPTcxMTQzNjQmTUlEPTEwMDAx.html
