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Hochstamm Deutschland im Portrait:
Streuobst-Initiative Calw-Enzkreis-Freudenstadt e.V.
Die Streuobst-Initiative Calw-Enzkreis-Freudenstadt ist als gemeinnütziger Verein das neueste Mitglied von Hochstamm Deutschland e.V. Ziel des Vereins ist vor allen Dingen die Förderung des Streuobstanbaus und damit der Erhalt und die Pflege der Kulturlandschaft. Um dies zu erreichen, führt und entwickelt die Initiative die Streuobst-Aufpreisvermarktung weiter und betreibt eine rege Öffentlichkeitsarbeit, Verbraucheraufklärung und Schulungen. Sie ist zudem Ansprechpartner für meldepflichtige Krankheiten der Obstbäume. Die Streuobstwiesen-Getränke der Marke „Schneewittchen“ stehen unter dem Anspruch „besser als im Märchen“ zu sein.
Schneewittchen und seine vielen Produkte
Der Verein selbst ist aus der Entwicklung des neuen Marketingkonzepts für den gemeinsam erzeugten Apfelsaft der Marke „Schneewittchen“ entstanden. Das Sortiment umfasst Apfelsäfte, Cidre und einen Aperitif. Die Auswahl des Namens rührt ursprünglich aus Marketingzwecken, da der Name zumeist mit Positivem aus Kindheitserinnerungen in Verbindung gebracht wird. Allerdings ist im Märchen von „Schneewittchen und den sieben Zwergen“ der Apfel von der bösen Stiefmutter vergiftet. Die Vergiftung sieht die Streuobst-Initiative als Metapher. Denn sie will aufklären, was mit strengen Kontrollen im Streuobstwiesen-Anbau besser gemacht werden kann. Mit ihren eigenen Anstrengungen in Richtung Bio-Standard möchten Sie die Käufer metaphorisch vor dem gläsernen Sarg bewahren.
Damit sich der Verbraucher auf Qualitätsversprechen verlassen kann, verfolgt die Initiative spezifische Erzeugerrichtlinien für die Produkte von „Schneewittchen“. Diese Richtlinien werden auch von vielen anderen Initiativen ebenfalls anerkannt. Die Obstbäume werden weder gespritzt noch chemisch gedüngt, dabei wird an den Bio-Standard angelehnt. Die Initiative gibt acht, dass Bäume der Bewirtschafter gut gepflegt und geschnitten werden. Nur so kann eine gute Frucht- und auch Saftqualität erzielt werden. Natürlich muss auch die Wiese an sich entsprechend gemäht werden, um wertvolle Kräuter zu erhalten.
Neben der Marke „Schneewittchen“ produziert die Initiative in Zusammenarbeit mit der Streuobstinitiative im Stadt- und Landkreis Karlsruhe Fruchtsäfte aus 100% Bio-Streuobst unter dem Namen „Bio-Bande“.
Das Aufpreis-Modell kurz erklärt
Das Aufpreis-Modell ist ein besonderes Anliegen der Initiative. Mitmachen kann jeder, der sich gut um seine Streuobstwiesen kümmert und sehr reifes Obst abzugeben hat. In durchschnittlichen Jahren liegt der Obstpreis bei 5 bis 8 Euro pro Dezitonne (= 100 kg). Schneewittchen zahlt einen Aufpreis von 8 Euro / dt, mindestens 13 Euro / dt, aber meist (max.) 15 Euro / dt. Bei Zwetschgen liegt der Annahmepreis bei 50 Cent/ kg, was deutlich über dem Marktpreis für Frischware (max. 20 Ct/ kg) liegt. Für zertifizierte Bio-Äpfel erhält der Bio-Erzeuger 17 bis 22 Euro / dt.
Im Moment besteht für den Kreis Calw eine Warteliste für die Aufnahme als „Schneewittchen“-Erzeuger, auf die man sich bei der Geschäftsführung eintragen lassen kann. Bei Aufnahme erfolgt eine Erstkontrolle und anschließend der Vertragsabschluss. Jeder Lieferant darf nur so viel Obst bringen, wie es seiner Baumanzahl entspricht. Die Obstannahme findet an drei Terminen im Herbst statt.
Quelle:
Streuobst-Initiative Calw-Enzkreis-Freudenstadt (2020): https://www.streuobst-initiative.de/
Kontakt:
Streuobst-Initiative Calw-Enzkreis-Freudenstadt e.V.
Geschäftsführung Karin Röhm-Kubesch
Brenzstr. 10
75387 Neubulach
Tel.: +49 (0) 7053/7270
Mail: kubesch@streuobst-initiative.de
Bild: Streuobst-Initiative Calw-Enzkreis-Freudenstadt e.V.
