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Kollektivmarke „Schwäbischer Cider“: Auszeichnung der ersten 14 Cider
Zum Ende des Jahres 2019 berichtete Hochstamm Deutschland e.V.: 20 schwäbische Mostproduzenten gründen den Verein „Interessengemeinschaft Schwäbischer Cider e.V.“ in Baden-Württemberg (zum Beitrag). Schon zweieinhalb Jahre später feiert die Interessengemeinschaft große Erfolge mit der eigenen Kollektivmarke.
Mission: Rettung des vergessenen Mosts
Ziel der Interessengemeinschaft (IG) ist es, den durch eine lange Tradition mit Baden-Württemberg verbundenen, aber in letzter Zeit etwas in Vergessenheit geratenen Most wiederzubeleben. Dafür entwickelt die Produzentengemeinschaft ein hochwertiges, neues Mostprodukt aus den heimischen Obstwiesen und ein Qualitätssiegel nach klar definierten Kriterien.
Kollektivmarke „Schwäbischer Cider“ erhält eigene Kriterien
Das neue Mostprodukt wird unter der bereits eingetragenen europäischen Kollektivmarke „Schwäbischer Cider“ am Markt eingeführt und bekannt gemacht. Die Initiative, die ursprünglich von den fünf Landkreisen der Region und der Landeshauptstadt Stuttgart angeschoben und vom Verband der Region Stuttgart finanziell gefördert wurde, begann mit der Auslotung der Marktchancen für ein neues Mostprodukt und der Ausarbeitung einer sogenannten Charta. Die Charta bezeichnet nüchtern ausgedrückt klar definierte Herkunfts- und Qualitätskriterien, die den Charakter und die Qualität dieses Getränks definieren und sicherstellen. Auf der Charta des Schwäbischen Cider stehen unter anderem eine Produktgarantie aus mindestens 75 Prozent Kernobst (Apfel und Birne) und 100 Prozent Direktsaft sowie eine Herkunftsgarantie aus mindestens 90 Prozent Streuobst oder vergleichbarem extensivem Vertragsanbau. Die Rohstoffe stammen aus Baden-Württemberg oder dem angrenzenden bayerischen Bezirk Schwaben.
Keine Marken-Entwicklung ohne Moneten
Im Anschluss an die Ausarbeitung der Charta hat der Verein bei der Marketing-Gesellschaft Baden-Württemberg (MBW) einen Förderantrag für ein Marken-Entwicklungsprojekt gestellt. Dieser wurde im Herbst 2020 bewilligt. Auch hier sind die Landeshauptstadt Stuttgart sowie die fünf Landkreise der Region Stuttgart wieder beteiligt und unterstützen finanziell diesen weiteren Schritt der Initiative.
Beuren: Erste Produktpräsentation mit prominenten Gästen
Am 15. März wurden die ersten, nach den Herkunfts- und Qualitätskriterien hergestellten und bereits in einer Laboruntersuchung geprüften Produkte des „Schwäbischen Ciders“ zahlreichen Gästen in Beuren vorgestellt. Darunter Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk und die Erste Landesbeamtin des Landkreises Esslingen Frau Dr. Marion Leuze-Mohr. Die Signale der Gäste und der Presse im Nachgang der Veranstaltung waren lückenlos positiv. Vorab wurden 23 verschiedene, von ihren Produzenten eingereichte „Schwäbische Cider“ von einer Jury aus Fachleuten der Mostherstellung, des Handels und der Gastronomie noch einer sensorischen Qualitätsprüfung unterzogen.
Die 14 Ausgezeichneten
Die regionalen Genusshandwerker der 14 ausgezeichneten Produkte haben das Recht, ihr Produkt unter dem Qualitätslabel „Schwäbischer Cider“ zu verkaufen.
Ausgezeichnete Schwäbischer Cider (Stand 15. März 2022, sortiert nach PLZ):
- Manufaktur Maisch UG, 71083 Herrenberg: „Most-Fläschle“, „Vorstadt-Cider"
- Naturcidre Urs Renninger, 71254 Ditzingen: „Poiré“ Cidre
- Obstbau Gerhard Helle, 72070 Tübingen: „Tübinger Cider“
- Rosecker Streuobst, 72070 Tübingen: „Cloudy“ Cider, „Perry Pear“ Cider
- Boller Fruchtsäfte Stolz OHG, 73087 Bad Boll: „Friedrich-Cider“ Apfel-Birnen-Cider, „Friedrich-Cider“ Apfel-Cider
- Manufaktur Jörg Geiger, 73114 Schlat: „Wiesenobst Cider“
- August Kottmann, 73342 Bad Ditzenbach-Gosbach: „Wiesenobst-Most“
- Kelterei Obele, 73467 Kirchheim am Ries: „Fitz-Cider“ halbtrocken, „Fitz-Cider“ mild
- Mosterei Seiz, 73529 Schwäbisch Gmünd: Schwäbischer Apfelsecco „Herbert“
- 1785 Cider Mann/LeBlanc, 78089 Unterkirnach: „Perry Reserve“ Cider
Die nächste Produktpräsentation und Möglichkeit, den Schwäbischen Cider kennen zu lernen, findet an folgendem Termin statt:
- Juni 2022 im Rahmen der Messe Cider World 2022 in Frankfurt
Quellen:
Pressemitteilung IG Schwäbischer Cider 2022
Kleinbrennerei.de (2020): https://www.kleinbrennerei.de/Schwaebischer-Cider-als-gutes-Beispiel,QUlEPTcxMTAzMjImTUlEPTE0OTc.html
Foto: IG Schwäbischer Cider e.V.
