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Reformierung des Preisbarometers Streuobst
Für viele landwirtschaftliche Produkte wie Milch, Kartoffeln oder Getreide gibt es regelmäßige Veröffentlichungen zu Erzeugerpreisen. Im Bereich Mostobst aus Streuobst fehlt eine Preisübersicht in Abhängigkeit von der gelieferten Qualität. Ziel des Modellprojektes „Preisbarometers Streuobst“ ist deshalb, Transparenz im Mostobstmarkt zu schaffen – für Erzeugung, Verarbeitung und nicht zuletzt Politik und Gesellschaft. Langfristig sind höhere Mostobstpreise eine wichtige Grundlage für den Erhalt der wertvollen Kulturlandschaft. Seit 2021 haben wir jährlich Mostobstpreise erhoben und veröffentlichten den hierzu bundesweit einzigen Überblick. Mehr über das Preisbarometer Streuobst erfahren Sie hier.
Herausforderung: „Informationssymmetrie“ beseitigen
Die Modellversuche des Preisbarometers in den Jahren von 2021 und 2022 zeigten gute und punktuell interessante Ergebnisse, jedoch blieb der große Mehrwert und Nutzen für die interessierten Mostobstlieferanten vorerst aus. Schuld hieran sind Herausforderungen in der Datenerhebung, insbesondere beim Akquirieren bundesweit flächendeckender und zahlreicher Preismeldungen. Außerdem sind die nachfolgende Datenauswertung und Ergebnispräsentation mit einem enormen zeitlichen Aufwand verbunden, sodass die Ergebnisse zumeist erst nach Ende der Erntesaison und damit zu spät für die Nutzung veröffentlicht werden konnten.
Neue Version des Preisbarometers „auf kleiner Flamme“
Während der Projektlaufzeit sprachen Interessierte aus verschiedenen Bereichen unseren Verein Hochstamm Deutschland e.V. sehr häufig auf das Projekt an und lobten die Initiative. Fachmedien veröffentlichten einige Meldungen. Außerdem reichten StreuobstbewirtschafterInnen 2022 über 200 Preismeldungen ein. Diese Resonanz zeigt uns, dass das Preisbarometer weiter fortgeführt werden muss. Aufgrund der genannten Herausforderungen bedarf es aber einer Reformation. Die folgenden Ideen stehen derzeit in den Überlegungen von Vorstand und Geschäftsstelle:
- Verstärkte Kommunikation „Gute Praxis“: Durch die Kommunikation werden AbnehmerInnen hervorgehoben und nach Wunsch angepriesen, die möglichst faire und wertschätzende Preise für das Mostobst bezahlen. Sie gelten als gute Vorbilder für andere AbnehmerInnen und die Mostobstliefernden erfahren bundesweit, welche Preise durchaus möglich sein können.
- „Öffentliches“ Forum oder „Karte“ mit freiwilligen Preismeldungen: Eine solche Darstellung ermöglicht die ortsgenaue Darstellung von Abnehmenden und ihren Preisen. Ohne eine aufwendige Auswertung der Angaben sind die preisgenauen Informationen für die LieferantInnen einsehbar. Fraglich sind derzeit rechtliche Rahmenbedingungen zum Schutz von Daten.
- Regionale Modellprojekte: Die Bundesrepublik ist groß und es ist eine große Herausforderung, alle Streuobstheldinnen und -helden zu erreichen. In einer spezifischen Region ist es einfacher die Akteure ausfindig zu machen, passende Fragebögen zu entwerfen und eine regionsspezifische Auswertung und Darstellung vorzunehmen. Das prozessuale Wissen, dass wir hier gewinnen, kann in der folgenden Saisons auf andere Regionen übertragen werden. Sie sind Streuobstregion und wollen mit uns zusammenarbeiten? Wir freuen uns über Ihre E-Mail an kontakt@hochstamm-deutschland.de!
- Förderprojekt mit regionalen Partnern: Die Finanzierung unserer Projekte ist immer eine große Herausforderung. Für das Preisbarometer streben wir die Unterstützung durch eine Förderung an. Die Chancen auf eine solche erhöhen sich deutlich mit regionalen Partnern.
In unserem Newsletter, auf unserer Webseite oder Instagram erfahren Sie, wie es mit dem Preisbarometer weitergeht. Über Hinweise oder Unterstützung aus der Streuobst-Community freuen wir uns jederzeit (kontakt@hochstamm-deutschland.de).
Hier geht es zum Streuobstbarometer.
(Foto: Hochstamm Deutschland e.V.)
